Monitore & Markt

Lichtblicke am Arbeitsplatz

Im Frühjahr dieses Jahres flackerte ein frohes Licht am Monitormarkt auf: Monitore werden günstiger, der Verkauf zieht an, verlautete Deutschlands Bundesverband Informationswirtschaft Bitkom. Der Absatz steige voraussichtlich um 2,2% auf 6,1 Millionen Geräte in Deutschland, so der Branchenverband.

Zwei Hauptgründe für steigende Verkaufszahlen lieferte das Marktforschungsprojekt EITO (European Information Technology Observatory): Viele Unternehmen und auch Privatanwender tauschen derzeit vorhandene gegen neue Geräte aus. Außerdem erweitern immer mehr Notebook-Nutzer den vergleichsweise kleinen Schirm ihres Mobilrechners um einen großen, blickwinkelstabilen Monitor.

Erleichtert wird dies u.a. durch die stark gefallenen Gerätepreise. So kostete ein Monitor 2010 im Durchschnitt 181 Euro, heute sind dafür nur noch 150 Euro fällig. Die Einstiegspreise liegen aktuell bei etwa 80 Euro, ein 22-Zöller mit sparsamem LED-Backlight ist ab zirka 150 Euro zu haben.

Notebook-Nutzer können ihren Mobilrechner über eine Docking-Station um den stationären Monitor sowie Tastatur und Maus ergänzen – etwa 30 Euro kostet diese Art der Erweiterung. Die Anschaffung eines externen Monitors mit passender Auflösung und entspiegelter Oberfläche lohne sich für Vielnutzer schon aus gesundheitlichen Gründen, sah Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder Licht am Ende des Monitor-Tunnels.

Doch schon für das erste Quartal 2012 meldeten die Analysten von Meko europaweit bloß rund 10,25 Millionen verkaufte Desktop-Monitore. Gegenüber der Vorjahresperiode entsprach das einem Minus von 11,1%. Im zweiten Quartal des laufenden Jahres gab der Displaymarkt in Europa abermals um rund 10% nach.

»Die nächsten Innovationen bei Monitoren werden von OLED kommen«, Günter Neubauer, Geschäftsführer Omega Handelsgesellschaft.

Günter Neubauer, Geschäftsführer der Omega Handelsgesellschaft, die mit Eizo, LG, NEC und Samsung die Top-Brands im Portfolio führt, weiß Gutes und Schlechtes zu berichten: »Das Geschäft mit Office-Monitoren brummt zurzeit nicht gerade. Dafür sind wir mittlerweile bei Public Displays zum Marktführer in Österreich geworden.«

Seine Aussichten bleiben gemäßigt: »In absehbarer Zukunft erwarte ich mir keine besonders innovativen Themen. Bis endlich die OLED-Technologie kommt, wird aber der Markt weiter funktionieren, wenn auch ohne großartige Wachstumsraten.«

Markt im Umbruch. Dass der Monitormarkt gegenwärtig in einem großen Umbruch steckt, unterstreichen auch diverse andere Begebenheiten am Markt. Ebenfalls im Frühjahr 2012 erschütterte ein Paukenschlag den österreichischen Markt: Der Distributor Monitors and More wurde in HB Austria integriert.

Dann die nächste Überraschung: Der japanische Qualitätshersteller Eizo, der ungezählte Jahre über die Kanäle des Distributors Avnet durch Europa marschierte, startete im Juli sein neues Vertriebs & Marketing-Hauptquartier in Europa. Das Unternehmen erhofft sich mehr Präsenz in vertikalen Märkten, eine Stärkung des Standard-Office-Geschäfts und mehr Nähe zum Kunden. »Jetzt war für uns der Zeitpunkt gekommen, unsere Kunden über eigene Niederlassungen zu betreuen«, begründete der neue Eizo-Europachef Minoru Kontani. Die Stärken das Unternehmens seien vor allem »höchste Zuverlässigkeit und Kontinuität«, so Kontani. Daher holte das Unternehmen auch das Eizo-Vertriebsteam von Avnet an Bord.

Touch als Stimulus. Nachdem die HDD-Engpässe in Folge der Flutkatastrophe in Thailand ebenfalls ihre Schatten auf den Monitormarkt geworfen haben, soll Windows 8 und die darin enthaltene Unterstützung von Touch-Funktionen zu einer Nachfragebelebung führen. Die Hersteller stehen seit Beginn der zweiten Jahreshälfte 2012 Gewehr bei Fuß, um Mo nitore mit Touch-Funktion auf den Markt zu bringen. Doch selbst mit diesem Stimulus wird der Markt nach Schätzungen anderer Industrieplayer im kommenden Jahr allemal um 3 bis 5% zulegen, was allerdings schon recht viel wäre. Denn seit Notebooks für jedermann erschwinglich sind, dümpelt der Monitor-Weltmarkt vor sich hin und entwickelt sich eher rückläufig denn nach vorne.

»Maximale und komfortable Anpassung an die individuellen Bedürfnisse«, Martin Wallner, Senior Director IM Samsung Electronics.

Samsung Electronics. Dabei sind die aktuellen Anforderungen an den Bildschirmarbeitsplatz klar ersichtlich, so Martin Wallner, Senior Director IM (IT & Mobile) bei Samsung Österreich: »Ergonomie, die maximale und komfortable Anpassung der Monitore an die eigenen Bedürfnisse am Arbeitsplatz, steht gemeinsam mit Stromersparnis nach wie vor an erster Stelle. TCO-Zertifizierung und nicht zuletzt die Bildqualität spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.«

Die neue Samsung Business Monitore der Serien SC200, SC450 und SC650, die diesen November lanciert werden, bieten sogar mehr: Die Geräte sind nicht nur in beide Richtungen maximal höhenverstellbar, sondern ermöglichen auch eine Wandmontage, schonen die Augen mit mattem Rahmen wie auch Bildschirm und sind mit einem extrem großen Betrachtungswinkel ideale Präsentationsflächen bei Kundengesprächen.

Zudem setzen alle Modelle auf LED-Technologie, was zum einen bis zu 40% Strom spart, zum anderen in einem schlanken Design resultiert. Dank der dünnen Rahmen lassen sich die Monitore optimal für Multidisplay-Lösungen nutzen. Die integrierten Netzteile sorgen darüber hinaus für einen aufgeräumten Arbeitsplatz.

Apropos Stromersparnis: Mit der Eco Saving Funktion kann man durch Regulierung der Hintergrundbeleuchtung zusätzlich bis zu 50% Strom sparen. Niedrigste Stand-by Modes > 0,1 W (im Analog Modus) verstehen sich von selbst. Hinsichtlich Zertifizierung können die Geräte mit TCO 6.0, Energy Star und Epeat Gold aufwarten. Und was die Bildqualität bzw. das Kontrastverhältnis anbelangt, so sorgt Samsung mittels PLS Panel für eine brillante Darstellung.

ASUS Österreich. Thomas Hartl, Country Manager ASUS Österreich, weiß: »Bei der Einrichtung eines Bildschirm-Arbeitsplatzes achten Käufer mehr denn je auf qualitativ hochwertige Geräte, die sich besonders durch eine komfortable Bildschirmdiagonale, ein blickwinkelstabiles IPS-Panel sowie durch Anschlussvielfalt auszeichnen. Für den typischen Arbeitsplatz und gängige Anwendungen ist eine Diagonale von 22 bis 24 Zoll zu empfehlen.« Beispielsweise bringen der ASUS VS229HR oder der ASUS PB248Q eine solche komfortable Größe mit. Bei speziellen Einsatzbereichen wie Grafik- oder Bildbearbeitungen bieten sich auch größere Bildschirme wie etwa der ASUS PB278Q an.

»Im Business-Umfeld sind Ergonomie, Bedienkomfort, Höhenverstellbarkeit sowie der Energieverbrauch zusätzliche Entscheidungskriterien«, setzt Hartl fort. »Zudem rücken attraktive Zusatzfeatures in den Vordergrund. Hierzu zählen praktische Funktionen wie die ASUS Quick-Fit Funktion der ASUS PA-und PB-Monitorserien für Profis. Damit können Dokumente in ihrer physikalischen Größe ohne Umskalierung angezeigt werden.«

Auch das Design spiele eine zunehmend wichtige Rolle bei der Auswahl eines Bildschirms: »Monitore sind schon lange keine reinen Gebrauchsgegenstände mehr. Vielmehr wünschen sich die Anwender ein ansprechendes Äußeres der Monitore, damit sie sich nahtlos und elegant ins digitale Zuhause einfügen«, so Hartl.

»Der User braucht einen TFT, der die Augen so wenig wie möglich ermüdet«, Matthias Grumbir, Country Manager BenQ Österreich.

BenQ Austria. Matthias Grumbir, Country Manager BenQ Austria, sagt: »Für an Arbeitsplätzen eingesetzte TFTs sind Sicherheitsnormen wie TÜV GS oder CE wichtig, ebenso natürlich Ergonomienormen wie ISO 9241-307. Für Unternehmen zählen oft umweltrelevante Normen wie z.B. Energy Star 5.0 oder EPEAT. Der User braucht einen TFT, der auch nach einem 8-Stunden-Tag die Augen so wenig als möglich ermüdet. Hier sind Punkte relevant wie harmonische Ausleuchtung und ein ruhiges Bild, aber auch Lichtsensoren, die die Helligkeit des TFTs anpassen. Höhenverstellung und Pivotfunktion sind im B2B-Bereich ein Muss, ein höherwertiges Panel, wie z.B. VA, oft wünschenswert.«

Nachhaltigkeit & TCO. Vor kurzem gab TCO Development die ersten Bildschirme bekannt, die der neuesten Nachhaltigkeits-Zertifizierung entsprechen. Die Zertifizierung TCO Certified berücksichtigt Faktoren der Corporate-Social-Responsibility (CSR) und stellt Anforderungen an Umweltverträglichkeit und Gebrauchstauglichkeit.

Das neue Siegel soll IT-Einkäufern dabei helfen auszuwählen, welche Computer-Displays unter sozial verantwortlichen Bedingungen produziert worden sind. Wie die jüngsten Enthüllungen in Sachen Apple/Foxxconn hinsichtlich mangelhafter Arbeitsbedingungen und dem nachfolgenden Sozial-Audit zeigen, scheint der Bedarf an entsprechenden Zertifizierungen groß zu sein.

Comments are closed.