Document & Print 2015

Kluge Lösungen für das große Ganze

© Alex WescheDen Herren der Deutsche Messe AG fiel ein Stein vom Herzen. Nach dem Neustart in 2014 stehen die Zeichen für die CeBIT 2015 gut. Vor allem im Bereich Enterprise Content Management und Input/Output Solutions ist die positive Entwicklung deutlich spürbar. Besucher finden im Angebotsschwerpunkt »ECM, Input/Output Solutions« in Halle 3 kompetente Beratung sowie den kompletten Überblick über effizientes und sicheres Dokumenten- und Druckmanagement.

Nach der Rückkehr von Kyocera in 2014 hat sich nun ein weiterer Weltmarktführer mit eigener Fläche zurückgemeldet: Nach neun Jahren als passiver Co-Aussteller ist Konica Minolta 2015 wieder mit starker Präsenz und einem eigenen Messestand in Hannover vertreten. Als Service-Provider im B2B-Umfeld ist Konica Minolta weltweit eine Top-Adresse in der Beratung, der Implementierung und dem Management von Druck- und Dokumentenlösungen im Geschäftsfeld der IT- und Dokumentenprozesse sowie im digitalen Produktionsdruck. »Letztendlich ist die Teilnahme an der international größten IT-Messe für uns ein logischer Schluss«, kommentiert Johannes Bischof, Präsident von Konica Minolta Deutschland und Österreich. »Die Themenschwerpunkte MPS, Input/Output Solutions und Enterprise Content Management spiegeln unsere Kompetenzfelder wider. Mit unserem Messeauftritt wollen wir unseren Kunden zeigen, dass wir ein kompetenter Partner im IT-Umfeld für sie sind.«

»MPS, Input/Output Solutions und ECM spiegeln unsere Kompetenz wider«, Johannes Bischof, Präsident Konica Minolta Deutschland und Österreich.

»MPS, Input/Output Solutions und ECM spiegeln unsere Kompetenz wider«, Johannes Bischof, Präsident Konica Minolta Deutschland und Österreich.

Laut IDC wurden 2014 in Österreich bislang um rund 65% mehr Laser- bzw. LED-basierte A4 Farb-MFPs angeschafft als im Jahr zuvor. Ein relevanter Anteil ist dem Business-Bereich zuzuschreiben: OKI, Hersteller von professionellen LED-Drucksystemen, verzeichnet ein stolzes Plus von 40% im Geräteumsatz von A4 Color-MFPs. Im Bereich A3 Color-MFP stieg die Nachfrage für die LED-basierten OKI Business-Systeme sogar um 50% an.

Schwarzweiß-Multifunktionsgeräte entwickelten sich mit rund 47% mehr Systemen und einem um 30% höheren Umsatzwert bei OKI ebenfalls positiv, wobei aus den Zahlen vor allem das steigende Qualitätsbewusstsein deutlich werde, so Karl Hawlik, Geschäftsführer OKI Österreich: »Der Benutzer wünscht sich immer mehr Anwendungsbreite von seinen Geräten und ein System, das Aus- und Eingabegerät ist, aber auch kopiert, faxt und Qualitätsprints erzeugt.«

»Der Benutzer wünscht sich von seinen Geräten immer mehr Anwendungsbreite«, Karl Hawlik, Geschäftsführer OKI Österreich.

»Der Benutzer wünscht sich von seinen Geräten immer mehr Anwendungsbreite«, Karl Hawlik, Geschäftsführer OKI Österreich.

Hand in Hand geht diese Entwicklung laut OKI mit einer steigenden Nachfrage an Managed-Print-Lösungen. In den MPS-Druckkonzepten nehmen Multifunktionsgeräte eine wichtige Rolle ein. »In nahezu jedem MPS-Konzept ist Multifunktion ein wichtiges Konsolidierungsthema«, so Hawlik. So sei auch das Volumen für OKI Smart Managed Services 2014 erneut um rund 29% gestiegen.

Erfolgreich, spannend & zufrieden. Für Ricoh Austria war 2014 nicht nur ein erfolgreiches sondern auch ein spannendes Jahr, resümiert Indirect Sales Director Erwin Marcov: »Wir haben im Indirektvertrieb mit dem IT Distribution Channel erfolgreich ein neues Marktsegment in Österreich adressiert. Ricoh ist traditionell sehr stark im Büroumfeld, in diesem Jahr haben wir unsere Stärke auch im B2C-Bereich sehr gut belegen können.«

»Es geht nicht um Produkte, sondern um Lösungen für eine nachhaltige Strategie«, Erwin Marcov, Indirect Sales Director Ricoh Austria.

»Es geht nicht um Produkte, sondern um Lösungen für eine nachhaltige Strategie«, Erwin Marcov, Indirect Sales Director Ricoh Austria.

Mit einem Sortiment von aktuell 40 Druckern – Farb- und SW, A4 und A3, Geltechnologie, Scanlösungen etc. – sieht sich Marcov stark aufgestellt: »Wir sehen auch, dass sich der Bereich Small und Home Office bzw. der Trend zum Tischgerät wieder stärker am Markt abbildet. Mit unserer Geltechnologie können wir hier gut punkten. Unsere Bilanz fällt durchwegs positiv aus.«

Positiv äußert sich auch Helmut Pfeifenberger, Geschäftsführer Brother International: »Das Jahr 2014 war sehr zufriedenstellend. So konnten wir in Österreich im Bereich Laser-Drucker und MFP einen Marktanteil von 24 Prozent erreichen.«

»Anwenderfreundliche Mobilität beim Drucken wird weiter stark zunehmen«, Helmut Pfeifenberger, Geschäftsführer Brother International.

»Anwenderfreundliche Mobilität beim Drucken wird weiter stark zunehmen«, Helmut Pfeifenberger, Geschäftsführer Brother International.

Dabei hat auch Brother eine vielversprechende Tinten-Technologie im Programm und stellt den mit Abstand schnellsten Büro-Tintendrucker der Welt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Seiten pro Minute. Hierzu ist der Keramik-Druckkopf mit 5.198 Düsen ausgestattet und erstreckt sich über die komplette Breite eines DIN A4-Papiers. Durch die trapezförmige Anordnung der einzelnen Tintendüsenbereiche ist der Druckkopf kleiner und kompakter, als es bei Druckköpfen mit traditioneller Technik möglich ist.

Um die hohe Geschwindigkeit erzielen zu können, wird nicht wie bei Tintenstrahlern üblich der Druckkopf von links nach rechts über das Papier bewegt, sondern ist fest verbaut. Das Papier wird darunter durchgeführt. Dabei werden die Tintentröpfchen über die komplette Blattbreite zeilenweise auf das Papier aufgetragen. Um die Tinte rechtzeitig am Druckkopf bereitzustellen, wird sie über einen Zwischentank zugeführt. Wenn der Tintenstand in diesem Zwischentank geringer wird, füllen die Geräte der HL-S7000 Serie Tinte aus der Patrone nach.

»MFP hat den Stellenwert einer Kommunikationszentrale«, Thomas Wegeler, General Manager ECG Xerox Austria.

»MFP hat den Stellenwert einer Kommunikationszentrale«, Thomas Wegeler, General Manager ECG Xerox Austria.

Tinten-Variationen. Um die im Business-Umfeld benötigte laserscharfe Druckqualität zu erzielen, können die Druckköpfe der HL-S7000DN Serie verschieden große Tintentröpfchen auftragen. Dies wird etwa benötigt, damit Texte klar und kantenscharf dargestellt werden können. Die Tröpfchengröße wird dabei abhängig von der Drucksache automatisch gewählt: Für große Schwarzflächen werden große Tropfen verwendet, um die 100 Seiten pro Minute zu erreichen. Kleinste Tröpfchen kommen für feine Details und weiche Verläufe zum Einsatz.

Doch Helmut Pfeifenberger behält die Übersicht: »Bei gewerblichen Endkunden dominiert nach wie vor die Laser-Technologie, sowohl bei Monochrom- als auch bei Farbdruckern. Das Kundeninteresse für den Bereich Business-Ink nimmt aber weiterhin beständig zu.«

Erwin Marcov sieht die Ricoh-eigene Geltechnologie ebenso im Vormarsch: »Im klassischen Kerngeschäft wird unsere Geltechnologie sehr gut angenommen. Das Gesamtpaket an Vorteilen kann hier beim User im Büroumfeld als auch im privaten Kontext punkten. Die geringen Seitenkosten, die Druckgeschwindigkeit und dass es zu keinem Eintrocknen der Patronen kommt, sind bei allen drei Zielgruppen zentrale Kaufkriterien. Die Dokumentenechtheit der Drucke ist insbesondere für bestimmte Branchen relevant und für KMUs.«

Thomas Wegeler, seit September 2014 neuer Channel-Chef bei Xerox Austria, verfolgt naturgemäß große Ziele: »Wir wollen die Fragen, die heute Kunden an einen Hersteller oder Lieferanten für Lösungen und Prozessoptimierungen stellen, gesamtheitlich beantworten können. Da gehört es auch dazu, dass wir Partner haben, die sich mit mehr als nur Output-Management beschäftigen.«

Dafür kann Wegeler auf sogenannte Konzessionäre (Monobrand-Partner) sowie Authorized Reseller zählen, die gemeinsam mit Xerox das anbieten, was der Endkunde will. »Es geht soweit, dass auch IT-Dienstleistungen aus einer Hand gewünscht werden, ergänzend zum Output-Management – und da sind unsere Systemhäuser und Integratoren sehr gut aufgestellt«, so Wegeler.

Das kann verschiedenste Ausprägungen erreichen: vom Outsourcing und RZ-Dienstleistungen hin zur Beschaffung von Equipment aller Art wie Desktops, Notebooks, mobile Devices, diverse Lösungen bis zum Lizenzmanagement und häufig auch Managed Document oder Print Services, wo Xerox eine Lösungsplattform bietet, die es Partnern ermöglicht, Geräte von Xerox wie auch von Mitbewerbern automatisiert zu servicieren und mit Supplies zu versorgen. Bei all dem kommt Xerox ein breites Line-up von geschätzten 80 Modellen zugute – von der speziellen Festtinte über Laser bis zu Production-Lösungen mit Inkjet.

»Ein großes Thema ist heute Content Management«, ergänzt Wegeler, »dass gescannte Dokumente aus unterschiedlichen Datenbanken zusammengetragen werden und wieder verfügbar sind. Dazu hat das Multifunktionsgerät mittlerweile den Stellenwert einer modernen Kommunikationszentrale eingenommen.« Dabei helfe speziell die in den Xerox-Produkten integrierte Technologie ConnectKey, um die dazu nötige Schnittstelle zu erstellen. Dass nach erfolgreicher Optimierung eines Workflow letztlich weniger gedruckt werden könnte, stört Wegeler kaum: »Wenn es der Nachhaltigkeit dient, stehen wir dem durchaus positiv gegenüber. Selbst wir als Hersteller beschäftigen uns im eigenen Unternehmen mit der Effizienz im Drucken. Dieser Nachhaltigkeitsgedanke besteht natürlich auch in der Kommunikation zum Kunden.«

Erwartungen. Für 2015 rechnet auch OKI mit zunehmendem Interesse an erweiterten Lösungen für Dokumentenmanagement und Prozessoptimierung. Treibende Kräfte sind unter anderem die Cloud und Mobility, die generelle Neustrukturierungen der IT in Gang gesetzt haben. OKI ist auf die Entwicklung vorbereitet: Seit 2014 bietet das Unternehmen europaweit das neue Modell für Smart Document Services an.

Helmut Pfeifenberger von Brother sieht es ähnlich: »Besonders das Bedürfnis nach anwenderfreundlicher Mobilität beim Drucken wird weiter stark zunehmen.«
Und Erwin Marcov von Ricoh freut sich erst recht auf das neue Geschäftsjahr: »Wir werden in den nächsten Monaten neben weiteren Modellen im Druckbereich innovative Produkte im Bereich kollaborativen Arbeitens wie Projektoren und interaktive Whiteboards auf den Markt bringen. Wir erwarten auch hier ein hohes Marktinteresse vom schulischen Umfeld über KMUs bis zum Ein-Personen-Unternehmen.«

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