Growth Champions

Chefsache Digitalisierung

Klaus Malle, Country Managing Director von Accenture Österreich

Klaus Malle, Country Managing Director von Accenture Österreich

Die Digitalisierung schreitet voran. Smartphones gehören zum Alltag, Apps erleichtern das Leben, und wir sind fast überall vernetzt. Was im privaten Leben offensichtlich ist, wird auch die Unternehmen vor eine bahnbrechende Transformation stellen.

Industrie 4.0 wird zum Megatrend, der auch die österreichische Industrie nachhaltig verändern wird. Die Zukunft sind intelligente Produkte, gefertigt in intelligenten Fabriken. Diese Produkte werden mehr und mehr zu Lösungen. Sie sind vernetzt und bieten die Chance für zusätzliche internetbasierte Dienstleistungen rund um diese Produkte. Von diesem Trend profitieren alle: Die Verbraucher in Form von mehr Komfort und zusätzlichem Nutzen, die Unternehmen können auf höhere Umsätze und höhere Margen hoffen.

Aber gibt es nicht dort, wo es Gewinner gibt, immer auch Verlierer? Ja, die wird es geben. Es sind diejenigen Unternehmen, die den Anschluss an das digitale Zeitalter verpassen. Die also jetzt nicht die Weichen für die Zukunft stellen oder ihre Strategien schlecht umsetzen.

Accenture blickt gerade deshalb fortan auf die Schritte der österreichischen Top100 in Richtung Digitalisierung. Denn der österreichischen Wirtschaft bieten sich hier große Chancen. Die Steuerung von Verkehrsströmen, die Betreuung von Patienten in der häuslichen Pflege, die Optimierung der Energieeffizienz in Smart Grids oder die höhere Produktivität in der Fertigung – intelligente Produkte in intelligenten Netzwerken sind die Zukunft.

Für die österreichischen Unternehmen gilt jetzt: An diesem Megatrend führt kein Weg vorbei. Früher oder später werden sich alle Topmanager mit diesem Thema intensiv auseinandersetzen und die Auswirkungen der Digitalisierung auf das eigene Geschäftsmodell überprüfen. Und dabei gilt: Früher ist besser als später.
Die österreichischen Topmanager brauchen dafür eine digitale Vision. Sie muss die Kundenbindung durch intelligente Produkte umfassen, die digitalen Lieferketten und auch die Fähigkeit, Daten zu entscheidungsrelevanten Informationen zu bündeln und zu nutzen.

Es werden neue Geschäftsmodelle für internetbasierte Dienstleistungen rund um neue, intelligente Produkte sein, die über die Growth Champions der kommenden Jahre entscheiden. Doch die Digitalisierung betrifft noch mehr: Sie umfasst das ganze Unternehmen – von den internen Prozessen bis hin zur intensiven Kommunikation mit dem Kunden verändert sie die Unternehmen. Digitalisierung muss daher Chefsache sein. Der CEO ist gefordert.
Klaus Malle

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