IT-Infrastruktur & Investitionen

Das effiziente Rechenzentrum

Die schwierige wirtschaftliche Lage hat die Konkurrenz in den Märkten deutlich verschärft. Das Loblied auf die moderne Informationstechnologie, hierzu dem einzelnen Wettbewerber Vorteile zu schaffen, wird immer lauter. Doch viele Unternehmen haben noch Probleme den technologischen Fortschritt auszunützen.

Die IT hat zwar die Verantwortung für die meisten geschäftlichen Verfahren, ein Großteil des Budgets fließt aber in Erhaltung anstatt in Innovation. Die alte Crux einer relativ jungen, aber mittlerweile unverzichtbaren Ökonomie-Sparte erfährt ihre immer wiederkehrende Aktualität.

Virtualisierung und Konsolidierung können viel zur Entwicklung und Effizienz eines Datacenters beitragen, auch wenn dies nur ein Anfang ist. Die neuen Technologien zur flexiblen Datenverwaltung liefern die Gelegenheit, die Verwaltung massiv zu vereinfachen und gleichzeitig die laufenden Kosten erheblich zu senken.

Wir befinden uns in einer Zeit in der die Marktführer des IT-Sektors Partnerschaften eingehen, um Dienste zur Automatisierung und Produktivität des gesamten Unternehmens zu steigern. Das lässt sich aber nur durch fortschrittliche Technologien erreichen.

Ein effizientes Unternehmen benutzt technische Infrastrukturen, die offen, leistungsstark und erschwinglich sind. Viele Anbieter offerieren heute flexiblere Produkte und Dienste für Datencenter sowie kombinierbare Alternativen, damit Unternehmen nicht mehr gezwungen sind, proprietäre Lösungen eines einzigen Anbieters einzusetzen − was auf lange Sicht gesehen die Auswahlmöglichkeiten beschränkt und zu erhöhten Kosten führt.

Neue, innovative Funktionen sollen auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen und sich leicht an zukünftige Anforderungen anpassen lassen. Das Ziel ist es, neue Technologien und bestehende Infrastrukturen zu standardisieren beziehungsweise kombinierbar zu machen, um dadurch auch die Komplexität und laufenden Kosten der Systeme zu reduzieren.

Drei Schritte zum Ziel. Drei Schritte bilden den Ansatz, ein Unternehmen effizienter zu gestalten und dabei ein Maximum aus den Investitionen in die IT heraus zu holen, skizziert Dells Data Center-Stratege Bryan Jones: Zuerst gilt es, die aktuelle Infrastruktur des Rechenzentrums zu optimieren, um es möglichst einheitlich zu gestalten. Dabei können die üblichen Plattformen und standardisierte Tools helfen. Ziel sollte es sein, proprietäre Architekturen zu eliminieren und sie durch eine erweiterbare x86-Architektur mit Windows oder Linux zu ersetzen, um dadurch Kosten und Verwaltungsaufwand zu sparen.

»Auf der Suche nach der Effizienz fließt der größte Teil des IT-Budgets in die Fixkosten, die den Status Quo erhalten«, Bryan Jones, Director Marketing & Datacenter Strategy bei Dell.

Im nächsten Schritt wird die IT-Infrastruktur vereinfacht. Das erfolgt pragmatisch durch Virtualisierung oder Konsolidierung der Storage-Einheiten. Mit diesem Ansatz können Unternehmen die Redundanzen vereinheitlichen und sicher gehen, dass sie »das Maximum an Ressourcen aus ihrem Datacenter herausbekommen«, so Jones. Eine Rationalisierung und Reduzierung der Anzahl der Applikationen verbessert ebenfalls die Nutzung, wodurch nur die Server umgewidmet werden müssen.

Nachdem das Datacenter vereinfacht und standardisiert ist, werden größere Automatisierungslevels verfügbar. Dabei ist die letzte Etappe schließlich die Implementation diverser Methoden, um manuelle Interventionen zu verringern. Dank verteilter Vorgehensmodelle lassen sich die administrativen Kosten des IT-Personals senken und die Verfügbarkeit der Anwendungen optimieren. »Durchgehende Überwachung, regelmäßige Benachrichtigungen und die Erstellung von Rapports zusammen mit der Analyse und dem Rat von Spezialisten erzeugen eine maximale Kombination für effiziente Abläufe«, weiß Bryan Jones.

Intelligente Infrastruktur. Ein weiterer Ansatzpunkt für die Effizienzsteigerung existierender Datacenter dient Unternehmen dazu, ihren eigenen Rhythmus in der Virtualisierung zu verfolgen, die Technologien vollends auszunützen und ihr Datencenter auf die Zukunft vorzubereiten. Die Realisierung dieser Ziele erfordert allerdings fortgeschrittene Server- und Netzwerktechnik sowie ausreichend Storage.

Eine intelligente Infrastruktur ist darauf ausgelegt, häufige Aufgaben zu automatisieren, um die laufenden Kosten zu reduzieren, schnell auf notwendige Änderungen zu reagieren und den Administratoren zu helfen, künftige Probleme zu erkennen und proaktiv darauf zu reagieren. »Die Infrastruktur optimiert nicht nur das Rechenzentrum, sondern legt auch den Grundstein für fortgeschrittene Dienste«, sagt der Dell-Manager.

Ein effizientes Unternehmen baut vor allem auf die volle Ausnutzung des Materials und der im Datacenter vorhandenen Software. Mit der idealen Kombination von angepassten Rack-Servern, Blades und Towers können die IT-Dienste sodann ideal an die Bedürfnisse des Betriebs angeglichen werden.

Gegenwärtig erfährt 10 Gigabit Ethernet (10 GbE) seine zunehmende Verbreitung und ist am besten Weg, zur Norm in Datencentern zu werden. Das lässt sich wiederum ausnutzen, um die Betriebskosten zu senken und Komplexität zu vermeiden, während gleichzeitig mehr Wert aus den Investments gezogen wird.

Der 10-GbE-Standard erlaubt es, vorhandene Plattformen und Netzwerk-Tools weiterhin zu verwenden. Und er führt auch zu einer geringeren Anzahl an Ports, was wiederum Kosten spart, während ein Ansatz ohne proprietäre Lösungen die Auswahlmöglichkeit breit hält, wenn neue Technologien auf den Markt kommen.

Einfache Verwaltung. »Indem man Server, Netzwerk und Storage als Gruppe verwaltet, lassen sich Ressourcen schnell wieder aufbieten, um auf die dynamische Evolution der Bedürfnisse zu antworten«, setzt Jones fort. »Die vorgestellte Lösung festigt, rationalisiert und automatisiert die Verwaltung der Ressourcen des Datacenters, sie bietet den physikalischen Servern Virtualisierungs-Möglichkeiten, eliminiert überflüssige Verwaltungskonsolen und umverteilt die Server dynamisch.«

Solche fortgeschrittenen Systeme garantieren Administratoren den effizienten Betrieb eines heterogenen Datacenters, erlauben ihnen den Einbau der Server und die Verkabelung in einer einzigen Operation und − falls notwendig − die Möglichkeit auch einfach umzubauen.
Andererseits: Statt die heterogenen Infrastrukturen mit Plattformen eines einzelnen Anbieters zu ersetzen, können viele Anbieter nun Support für verschiedene, bereits im Datencenter eines Unternehmens untergebrachte Plattformen anbieten. Mit diesem Ansatz wird eine hohe Auslastung durch dynamisches Arbeiten erreicht sowie eine besonders effiziente Verwaltung der Operationen.

Auch was die Software angeht, bieten bereits viele Hersteller eigene Lösungen für die Vereinfachung der Systeme an. Die gemeinsame Verwaltung von IT-Services, Netzwerkanbindungen, Storage und Servern (physikalisch und virtuell) hilft, Ressourcen bestmöglich auszunutzen und dynamisch zuzuweisen, was auf die steigenden Ansprüche der Arbeitsauslastung antwortet. Diese lässt sich außerdem vollkommen transparent gestalten und ermöglicht eine Migration zwischen den virtuellen und physischen Umgebungen. Somit lassen sich Ziele bezüglich Virtualisierung einfach erfüllen und die Nutzung dieser Technologie über das ganze Unternehmen erweitern. Auch wird damit vermieden, dass Tools und Prozesse in unnötiger Weise mehrfach verwendet werden.

Rationalisierung. Eine Ausweitung der Überwachung der Arbeitsauslastung und der Anwendungsdienste kann zudem die administrative Belastung der IT-Mitarbeiter signifikant senken und gestattet ihnen dadurch, sich auf strategische Projekte zu konzentrieren, um die Ziele des Unternehmens zu unterstützen. Dies gilt vor allem bezüglich der Überwachung der Anforderungen virtueller und physischer Plattformen.

Automatisierung und Standardisierung des Aufgebots an IT-Ressourcen verringern die Arbeitszeit und die manuellen Wartungen, um die Ressourcen den Anwendungen zuzuteilen. Auch die Angebote an gestufter Infrastruktur tragen dazu bei, eine Uniformität zu kreieren und die Kontrolle der Kostenverrechnung zu vereinfachen. Strategische Dienste können so dank neuer Kapazitäten im effizienten Datacenter viel schneller angeboten werden.

Intelligentes Datenmanagement. Indem man das Datenmanagement durch offene, durchschaubare Speicherung automatisiert, können Unternehmen den Wert ihrer Daten maximieren. Die Deduplikation und die automatische Sicherung des Contents auf einem adäquaten Storage-Type und -Level erlaubt, die Speicherkosten zu kontrollieren, während eine evolutionäre und quasi unlimitierte Storage neue Kapazitäten verfügbar macht.

Intelligentes Datenmanagement beinhaltet deshalb:
• Storage-Level: Die Kosten des Speicherns sinken dank der Verwendung von gestufter Storage-Infrastruktur. Eine solche Staffelung kann die Kosten um bis zu 50% verringern.
• Objekt-Speicherung: Richtlinienbasierte Deduplizierung, Archivierung und Suche strukturierter und unstrukturierter Daten senken die Speicherkosten durch die Automatisierung zeitaufwändiger manueller Tätigkeiten.
• Virtualisierungs-Optimierung: Storage-Arrays, die für virtuelle Umgebungen optimiert sind, tragen zur Kostensenkung und zum Abbau von Komplexität bei.

Konkurrenzfähige Vorteile. Mittlerweile ist die Effizienz eines Unternehmens zum Schlüssel für das erfolgreiche Überleben geworden. »Die Hartnäckigkeit mit der Geschäftsleiter dies erreichen möchten, führt zu einer Transformation von großem Umfang innerhalb der IT-Infrastruktur«, resümiert Jones. »Während die Verantwortlichen nach neuen Wegen suchen, die Effizienz zu steigern, um einen Wettbewerbsvorteil zu erreichen, fließt jedoch der größte Teil der IT-Budgets in die Fixkosten, die den Status quo erhalten.«

»Technologien wie Virtualisierung bieten zahlreiche Vorteile«, so Jones weiter, »führen aber ebenfalls zu komplexen Systemen, wenn die vorgeschlagene Lösung sich als eine Sammlung proprietärer Lösungen präsentiert, welche die Unternehmen auf einige wenige Tools und Produkte beschränken und oft teuer implementiert sind.«

Fazit: Das Modell des effizienten Datacenters geht weit über die Basis-Effizienz von Standardisierung, Vereinfachung und Automatisierung hinaus, um frühest möglich den Wert der Investition in die IT geltend zu machen. Indem man die erwähnten vier Hauptsäulen eines effizienten Datacenters implementiert, lasse sich zu einem erschwinglichen Preis eine offene Infrastruktur errichten, die Kosten verringert und es der IT ermöglicht, sich wieder stärker auf ihre unterstützende Rolle zu konzentrieren, die strategischen Geschäftsziele des Unternehmens zu erreichen.

Comments are closed.