Konica Minolta

Datenflut im Griff

Das IT-Team bei Konica Minolta Business Solutions Europe, das für die gesamte Infrastruktur des Unternehmens zuständig ist, stellte fest, dass die vorhandene Backup-Infrastruktur der Kombination aus stetig wachsenden Datenmengen und knapper werdenden Sicherungszeitfenstern nicht mehr gewachsen war. Die IT-Verantwortlichen suchten deshalb nach einer kosteneffizienten Backup-Lösung, mit der unternehmenskritische Daten jederzeit schnell wiederhergestellt werden können und der reibungslose Ablauf der Geschäftsprozesse gesichert ist.

Auf der Suche nach einer Lösung, die den aktuellen und zukünftigen Anforderungen entsprechen sollte, fiel die Entscheidung im Jahr 2008 auf zwei Quantum DXi7500 Disk-Backup-Systeme mit Deduplizierung und Replikation in Kombination mit zwei Quantum Scalar i500 Tape Libraries für die langfristige Aufbewahrung von Daten. Das Ergebnis der neuen Speicherinfrastruktur: reduzierte Datenvolumina, schnellere Backups und Restores sowie weniger IT-Administrationsaufwand.

Backup während der Arbeitszeit. Die IT-Abteilung der Konica Minolta Business Solutions Europe betreut vom europäischen Hauptstandort in Langenhagen/Hannover aus die gesamte IT-Infrastruktur für etwa 6.000 Mitarbeiter in EMEA, davon allein 1.700 Mitarbeiter in Deutschland. Bis Ende 2008 wurden bei Konica Minolta sowohl die Daten aus dem ERP- als auch aus dem Open Systems-Umfeld von zwei Windows Backup-Servern klassisch auf zwei Tape Libraries mit LTO-1 / LTO-2 Bandlaufwerken gesichert. Es zeichnete sich jedoch immer deutlicher ab, dass die vorhandene Bandtechnologie mit den ständig wachsenden Datenmengen nicht mehr Schritt halten konnte. Allein die Vollsicherung mittels Tape der 750 GB SAP-Daten dauerte im Produktivumfeld sechs Stunden. Das Backup der restlichen Daten – unter anderem aus Lotus Notes, SQL-Datenbanken, großen zip-Archiven, Treiber- oder Office-Daten – musste zeitversetzt über den restlichen Tag verteilt werden.

Angesichts dieser großen Zeitfenster machte sich das IT-Team bei Konica Minolta auf die Suche nach Lösungsalternativen. »Wir wollten in eine Technologie investieren, mit der wir auch in Zukunft dem Datenwachstum begegnen können«, erklärt Reinhold Haas, General Manager Information Technologies bei Konica Minolta. »Deduplizierung erschien uns als intelligenter Ansatz, um viele unserer vorher definierten Ziele auf einen Schlag zu erfüllen: die Reduktion der Datenmengen, schnelle Datensicherung und Recovery, ohne dabei auf Band angewiesen zu sein. Ein weiteres Plus: einfache Remote-Replikation. Neben hoher Verfügbarkeit und Sicherheit sind die grünen Aspekte der Technologie attraktiv.«

Starkes Disk-Tape-Angebot. Die IT-Experten bei Konica Minolta informierten sich bei Partnern und Lieferanten sowie auf Messen über eine Vielzahl an Lösungen – von leistungsstarken Tape Libraries bis hin zu den Disk-Backup-Systemen. Die Argumente für einen Disk-Speicher mit Deduplizierung erwiesen sich jedoch als zu gewichtig für die vorrangigen Backup-Anforderungen. Um das Voll-Backup aus Compliance-Gründen auch weiterhin für die Langzeitarchivierung auf Band auslagern zu können, machte das IT-Team für das zukünftige Deduplizierungssystem zudem einen direkten Pfad zum Tape zur Bedingung. Der Wunsch nach einer Lösung aus Disk und Tape führte Konica Minolta schließlich zu Quantum. Nach einer Teststellung fiel die Entscheidung des IT-Teams auf die DXi7500 Enterprise und Scalar i500, da sie alle Kriterien erfüllen.

»Der Support durch die Quantum-Spezialisten ist sehr gut, sehr schnell und sehr kompetent – allein die Teststellung wurde innerhalb eines halben Tages implementiert«, erinnert sich Christoph Wagner, Verantwortlicher für den Bereich IT-Infrastructure. »Und das Ergebnis war beeindruckend: Gleich zu Beginn haben wir eine Deduplizierungsrate von 11:1 erreicht.«

Auch in Zukunft skalierbar. Heute sind die Quantum-Lösungen bei Konica Minolta voll im Einsatz. Die Datensicherung erfolgt auf einem DXi7500 Enterprise-System mit 54 TB nativer Kapazität, die über Fibre Channel an die Backup-Server mit Symantec NetBackup 6.5-Software angebunden ist. Je nach Datenklasse kommen inkrementelle, differentielle und Vollbackups mit unterschiedlichen Retention-Zeiten zum Einsatz. Im Anschluss werden die Daten über die Direct-to-Tape-Funktion der DXi7500 auf eine der Quantum Scalar i500 Tape Library mit sechs LTO-4 Laufwerken übertragen, um die Voll-Backups auszulagern. Zwei Laufwerke davon bleiben für die unternehmenskritischen SAP-Daten reserviert, ein Laufwerk steht für die Daten aus allen anderen Anwendungen zur Verfügung. Dabei kommen auch die intelligenten Management-Funktionen der Scalar i500 zum Einsatz, bisher vor allem beim Monitoring und Reporting.

Die zweite DXi7500 Enterprise verfügt über 18 TB nativer Kapazität und wird für das Backup zuvor definierter Daten verwendet. Sie ist an die andere Quantum Scalar i500 angebunden, die mit einem LTO-4-Laufwerk ausgestattet ist. Noch werden die Daten innerhalb des Standorts repliziert, in Zukunft ist jedoch die Auslagerung der zweiten DXi7500 und der Scalar i500 in ein externes Rechenzentrum vorgesehen, um das Disaster Recovery-Konzept wasserdicht zu gestalten.

Die DXi7500 macht es möglich: Der Bedarf an Speicherkapazität konnte bei Konica Minolta um mehr als 95 Prozent verringert werden. Dadurch lassen sich die laufenden Kosten niedrig halten und erheblich Plattenspeicher einsparen. Auch die Backup-Fenster sind kein Problem mehr, die Sicherung läuft jetzt außerhalb der Geschäftszeiten. »Heute erreichen wir je nach Datentyp eine Rate von bis zu 26:1«, so Wagner. »Ohne Deduplizierung bräuchten wir also bis zu 470 TB Plattenspeicher, mit der DXi kommen wir mit maximal 18 TB aus.«

Die DXi7500 Enterprise räumt auch mit den Problemen mit dem Backup in den Niederlassungen auf. Bisher lief die Datensicherung in den deutschen Niederlassungen dezentral ab. Gespeichert wurde lokal auf Tape (LTO-1), doch das lief nicht immer ohne Probleme ab. Der Administrationsaufwand vor Ort war hoch, ebenso die Fehlerwahrscheinlichkeit. Heute werden die Daten direkt via WAN nach Langenhagen übertragen, dort dedupliziert und zentral auf der DXi7500 gespeichert.
»Derzeit binden wir weitere europäische Landesgesellschaften der Konica Minolta Gruppe in die ERP-Umgebung in Langenhagen ein. Da kommen große Datenmengen auf uns zu«, erklärt Manfred Niemeyer, Verantwortlicher für den IT-Bereich ERP-Base. »Mit den Lösungen von Quantum haben wir eine skalierbare Speicherinfrastruktur geschaffen, mit der wir unsere ambitionierten Wachstumspläne realisieren können.«

1 Response to "Datenflut im Griff"

  1. Wir freuen uns, dass Konica Minolta mit NetBackup und der OST-Schnittstelle zur Quantum DXi so einen Erfolg hat!

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