Hochverfügbare Sicherheit
Mit der Zusammenlegung der Bundessicherheitswache und der Bundesgendarmerie im Jahr 2004 (TEAM04) galt es für das BM.I einerseits, diese Einheiten organisatorisch zu integrieren, andererseits mussten auch bislang separate Netze, Rechenzentren und Infrastrukturen zusammengeführt werden. Das Ziel war zunächst, eine einheitliche Server- und Netzwerkarchitektur für die Rechenzentren der Polizei und der Sicherheitsverwaltung in acht Bundesländern sowie für zwei Standorte in Wien zu finden.
Dazu plante das BM.I einen Großteil der Server mit Microsoft Hyper-V Server 2008 R2 zu virtualisieren, um so die Zahl der physikalischen Maschinen nochmals zu reduzieren. Zudem sollten neue NAS-Systeme an jedem Standort zentrale Speicherressourcen zur Verfügung stellen und über iSCSI kostengünstig mit den physikalischen und virtuellen Servern verbunden werden.
»Die moderne Systemlandschaft sowie die Umstellung von Direct Attached Storage auf iSCSI hat natürlich auch Auswirkungen auf unser Netzwerk«, erklärt Reinhard Schwab, Leiter des Referats IV/8/b und zuständig für die Kommunikationsinfrastruktur der Behörde. »Daher mussten wir im Rahmen dieses Projekts auch unsere LAN-Infrastruktur überdenken, damit sie den neuen Anforderungen weiterhin gerecht wird.« Das Redesign bot dem BM.I zudem die Möglichkeit, Altlasten zu beseitigen sowie Komponenten, die am Ende ihres Lebenszyklus standen, durch moderne Geräte zu ersetzen.
Auf der Suche nach einem passenden Lieferanten für die neuen Netzwerkkomponenten definierte das BM.I zusammen mit dem langjährigen Systempartner NextiraOne zunächst die wichtigsten Auswahlkriterien. »Zu den entscheidenden Faktoren für Netzwerkkomponenten gehören für mich Verfügbarkeit und Stabilität, Performance, Energieeffizienz sowie einfache Wartung und nutzerfreundliche Bedienung für das technische Personal«, erklärt Schwab. Nach der Evaluation unterschiedlicher Lösungen entschied sich das BM.I für die Netzwerkkomponenten von Extreme Networks.
Bevor die neue Architektur in allen Landesrechenzentren zum Einsatz kommt, wurde sie zunächst an einem zentralen Standort in Wien ausgiebig getestet. »Normalerweise hakt und klemmt es bei Projekten dieser Größenordnung immer irgendwo«, resümiert Schwab. »Aber in unserem Pilotprojekt hat die neue Architektur mit den Komponenten von Extreme Networks auf Anhieb alle unsere Erwartungen erfüllt und läuft absolut einwandfrei.« Im Anschluss an das erfolgreiche Pilotprojekt begann das BM.I mit dem Aufbau der neuen Infrastruktur in den Rechenzentren der Bundesländer. Diese werden seit April 2010 sukzessive in Betrieb genommen.
Mit seiner Entscheidung ist Reinhard Schwab sehr zufrieden. Bei der ROI-Berechnung für das Großprojekt tut er sich jedoch etwas schwer: »Wir produzieren keine Produkte, sondern Sicherheit für die Bürger. Da lässt sich ein ROI naturgemäß schwer beziffern. Für mich zählt vor allem, dass wir uns auf das Netzwerk und unsere Partner jederzeit voll verlassen können. Nur so können wir unseren Auftrag auf dem hohen Niveau erfüllen, das die Bürger zu Recht von uns erwarten.«





