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User-Fokus à la Facebook

von Vincent Offenbeck

Vincent Offenbeck, MBO-MediaUm aus den Daten seiner rund 150 Millionen User Kapital zu schlagen, hat Facebook im Februar die neuen Engagement Ads vorgestellt. Ein Umfrage-Tool, das Benutzern auf Basis persönlicher Informationen wie Alter, Wohnort oder gar sexueller Ausrichtung ganz gezielte und nur mäßig getarnte Marktstudien präsentiert. Inwieweit eine solch offensichtliche Kommerzialisierung dem Charakter einer Social Network-Site zuträglich ist, sei dahingestellt.

Aufreger Nummer 1 bleibt weiterhin das vor geraumer Zeit eingeführte neue Design. Wer denkt, neu sei besser, der irrt: Eine Suche nach Gruppen mit dem Titel »I hate the new facebook« liefert weit über 500 Resultate und zig hunderttausende User. Die rasant wachsende Facebook- Anwendung mit dem Namen »New Layout Vote« bedient sich gar der neuen Marktforschungsfunktionalitäten, um User zur Umgestaltung zu befragen. Mit Erfolg: 2,2 Millionen monatlich aktive Mitglieder, mehr als eine Million abgegebene Stimmen und jenseits der 600.000 Kommentare sprechen eine deutliche Sprache – mit herausragend negativem Unterton. Mehr als 90% der Teilnehmer sind unzufrieden. Wie per Zufall sehen sich die Entwickler der Umfrage nun mit einer – laut Facebook aus Sicherheitsgründen implementierten – Beschränkung konfrontiert, die das Vorschlagen der Anwendung auf zwei Freunde begrenzt. Es handle sich dabei um eine »Vorsichtsmaßnahme zur Vermeidung eines Missbrauchs der Seite«.

Es geht sogar noch besser: Der neueste Aufreger in der Social Media-Seifenoper ist ein E-Mail von Facebook-Gründer und CEO Mark Zuckerberg an seine Mitarbeiter, in dem er festhält, dass »die erfolgreichsten Firmen ihren Kunden keine Beachtung schenken«. Und auch für die Anwender hat der 24-Jährige eine klare Ansage parat: »Wenn Euch das neue Layout nicht gefällt, testet es einfach weiter.«

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