ERP-Projekte & Erfolg

Kritische Faktoren im Auge

Fortitude-Gründer (v.li.): Dr. Günther Fertner, Dipl.-Ing. Ali-Reza Bayat, Andreas Wernig

Fortitude-Gründer (v.li.): Dr. Günther Fertner, Dipl.-Ing. Ali-Reza Bayat, Andreas Wernig

Die international tätige fortitude Business Software Services GmbH versteht sich als »One-Stop« für sämtliche Belange im Bereich der Business Software. Denn nachweislich verfügen die Gründer der Gesellschaft über so viel Erfahrung in der Branche und an Projekten wie kaum andere. Aus der Vielzahl der kritischen Erfolgsfaktoren eines Business-Software-Projektes erläutern sie fünf wichtige Aspekte eines Implementierung-Projektes.

1. Die Auswahl der optimalen Lösung. Die Dauer des Auswahlverfahrens ist natürlich vom Umfang der Lösung und von der Unternehmensgröße abhängig. Im Durchschnitt sollten aber neun Monate dafür vorgesehen werden. In Relation zur Nutzungsdauer und zu Investitionen beziehungsweise Betriebsführungskosten einer ERP-Lösung sind zum Beispiel die Suchdauer und -kosten nicht nur verständlich, sondern sogar unbedingt erforderlich.

Der Einsatz eines qualifizierten externen Beraters erhöht dabei die Effizienz. Der Markt ist leider jedoch voll von sogenannten »neutralen Beratern«, die mit fragwürdigen Methoden in Wirklichkeit das Projekt grobfahrlässig gefährden. Mindestqualifikationen eines neutralen Auswahlberaters sind unter anderen:
• mindestens 20 Jahre Erfahrung als Berater UND Projektleiter in Implementierungsprojekten
• Zertifizierungen in mindesten drei Produktwelten
• mindestens zwei Positionen mit Personalverantwortung
• hohe fachliche und soziale Kompetenz

2. Die Vertragsgestaltung. Bei der Vertragsgestaltung sollten beide Partner dafür sorgen, dass Fairness als oberstes Gebot immer im Mittelpunkt steht. Ein Fixpreis-Projekt kann nicht die Garantie für ein erfolgreiches Projekt sein und eine Verrechnung nur nach Aufwand ist ebenfalls nicht fair. Ein sorgfältig gestalteter Vertrag definiert die Basis für geteilte Verantwortung und führt zum gemeinsamen Erfolg.

3. Die Qualifikation der Projektleitung auf Kundenseite. Der kritischste Erfolgsfaktor eines Implementierungsprojektes ist die Qualifikation des Kunden-Projektleiters. Der Projektleiter beim Implementierungspartner kann noch so gut sein, er kann aber niemals die fehlende Qualifikation beim Kundenprojektleiter kompensieren. Zu den Mindestqualifikationen eines Kundenprojektleiters gehören u. a.:
• mindestens 10 Jahre Projektleitungserfahrung aus Implementierungsprojekten (nicht aus IT-Projekten!)
• mindestens drei erfolgreich abgeschlossene Projekte
• extrem ausgeprägte Feinfühligkeit; sie/er muss »das Gras wachsen hören«
Um die Effizienz und Qualität zu erhöhen und gleichzeitig das Risiko zu minimieren, verzichten immer mehr intelligente Kunden eigenes ggf. unerfahrenes Personal als Projektleiter einzusetzen und beauftragen erfahrene externe Projektleiter.

4. Sorgfalt in der Planung und Test der Datenmigration. Je früher mit der Planung von Datenmigration begonnen wird, umso wahrscheinlicher ist die Termineinhaltung für die Inbetriebnahme, denn die meisten Terminverschiebungen werden durch eine unzureichend vorbereitete Datenmigration verursacht.

5. Intensive Mitwirkung der Key-User. Die intensive Mitwirkung der Key-User und tägliche lange Übungs- und Testeinheiten verhelfen nicht nur zur schnellen Unabhängigkeit des Kunden, sondern reduzieren auch das Projektrisiko, indem Probleme und Fehlkonzeptionen etc. rechtzeitig identifiziert und beseitigt werden können.

 

Steckbrief
Unternehmen: fortitude Business Software Services
Funktion: Als neutrale Institution für Business Software unterstützt fortitude in allen Projektphasen – vom Auswahlverfahren über ein eigenes Portal bis zur vollständigen Implementierung und Optimierung.
Gründer: Dr. Günther Fertner, Dipl.-Ing. Ali-Reza Bayat, Andreas Wernig
Web: www.fortitude-bss.com

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