Data Center & Innovation

Reife Lösungen aus einer Hand

Der von Oracle jüngst erhobene Next Generation Data Center Index hinterfragt den Innovationsgrad in Rechenzentren. Wie ist der Stand der Dinge?

Johannes Dobretsberger Oracle misst dabei die Ausgereiftheit der Strategien anhand einer Indexzahl. In diese fließen Kriterien wie Flexibilität, Nachhaltigkeit und Support-Aufwand ein. Der durchschnittliche Index ist seit der letzten Befragung vor neun Monaten insgesamt von 5,21 auf 5,58 gestiegen, was einen erheblichen Fortschritt für die RZ-Strategie in dieser kurzen Zeit bedeutet.

Was schließen Sie daraus? Wird jetzt mehr in Data Center investiert?
Dobretsberger Wir haben nicht nach den konkreten Investitionsplänen gefragt, sondern nach dem grundsätzlichen Bedarf, den Unternehmen in ihren Rechenzentren sehen. Das Thema Nachhaltigkeit hat aus wirtschaftlicher Sicht für die RZ-Betreiber größere Bedeutung erlangt, was aber jetzt nicht mit dem Schlagwort Green IT gleichzusetzen ist. Die Unternehmensführungen wollen immer stärkeren Zugriff auf die vorhandenen Daten haben. Aber die stehen teilweise überhaupt nicht oder nicht in der gewünschten Qualität bereit. IT und Daten werden heute sehr schnell zu einem Thema für die Geschäftsleiter.

Sind das Vorzeichen des anschwellenden Big Data-Phänomens?
Dobretsberger Fakt ist, dass die Zunahme vor allem von unstrukturierten Daten viele Unternehmen vor große Probleme stellt und sie auf Big Data noch nicht vorbereitet sind.

Was hat sich augenfällig zwischen den beiden Befragungen verändert?
Dobretsberger Einerseits hat der Anteil an extern genutzten Rechenzentren deutlich zugenommen, ebenso die Anzahl jener, die glauben, schon in den nächsten zwei Jahren ein neues Rechenzentrum zu brauchen. Und andererseits hat sich der Anteil jener, die längerfristig keinen Bedarf für zusätzliche Rechenzentren sehen, in dieser kurzen Zeit halbiert.

Seit Kurzem liefert Oracle die Big Data Appliance als Teil der Exa-Familie aus. Ist das der Stein der Weisen in der Datenverarbeitung und -analyse?
Dobretsberger Die Big Data Appliance soll Unternehmen helfen, den Wert ihrer Daten zu erschließen. Sie zielt auf die Speicherung und Auswertung sehr großer Datenmengen ab und bietet in Verbindung mit der Exadata Database Machine, mit der Exalogic Elastic Cloud und mit der Exalytic In-Memory Machine alles, was Kunden benötigen, um große Datenmengen zu sammeln, zu organisieren und zu analysieren. Dazu steht mit den Big Data Connectors jetzt auch ein Portfolio an Softwareprodukten zur Verfügung, die Kunden leicht mit der Oracle Database 11g integrieren können.

Das klingt stark nach One-Stop-Shop. Ist das die Philosophie von Oracle nach der Integration von Sun Microsystems?
Dobretsberger Unsere Kunden brauchen sich keine Sorgen zu machen wegen unterschiedlichen Komponenten und daraus resultierenden Performance-Problemen. Sie erhalten von uns aus einer Hand ausgereifte Systeme und optimal konstruierte Lösungen für ihre Anforderungen.

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