SQL Server 2012 »Denali«

Perfekt für Mission Critical

Die kommende Version des SQL Server von Microsoft bietet höhere Ausfallsicherheit, neue Business-Intelligence-Tools sowie Cloud-Möglichkeiten und vieles mehr. Sind Sie damit nun am Gipfel der Technologie angelangt?
Mike Souza Wir bieten damit heute ein Computing-System mit sehr weitreichendem Volumen für kritische Anwendungen in Echtzeit.

Viele Ihrer Wünsche und Vorstellungen beeinflussten das neue Produkt?
Wolfgang Kutschera Ja, schon. Ich erinnere mich, dass ich vor drei Jahren einen Vortrag über High-Availability hielt und was für Ärgernisse das in Zukunft verursachen könnte – ein Jahr später sah ich dieselbe Präsentation mit dem Microsoft-Logo darauf und die Redmond-Guys argumentierten inzwischen genauso.

Was waren eigentlich Ihre Wünsche?
Kutschera Unser Hauptproblem ist, dass unser Geschäft ständig wächst. Wir müssen immer in alle Richtungen upscalen und outscalen. Das und keinen Datenverlust zu erleiden treibt uns. Es war schon ein Riesenschritt, den Microsoft vor Jahren von SQL Server 2000 auf 2005 gemacht hat. Genauso ein Riesenschritt ist es jetzt von 2008 zu 2012.

Ist das nun der ultimative SQL Server?
Souza Es ist unsere bislang beste Mission-critical-Maschine. Aber das Wichtigste: Nutzer können jedes vorhandene Feature frei schalten, wie Sie es wollen und benötigen. Das macht es auch so einfach.
Kutschera Es gibt immer etwas zu verbessern. Wir werden sicher noch einen neuen, besseren SQL Server sehen. Es gibt auch Features, die wir wollen und die noch ausgeschlossen sind. Aber das ist okay.

Welche Features meinen Sie speziell?
Kutschera Wir brauchen immer noch höhere Skalierbarkeit im Zusammenhang mit Performance. Es gibt einige Limitationen für Clustering, was uns manchmal einiges Kopfzerbrechen macht. Dafür ist der Column Store Index (Apollo) eines der besten Features, dass ich je gesehen habe und Reports viel schneller macht als zuvor. Aber insgesamt sind das Details. Wir wissen, dass die nächste Version kommen wird und geben dafür unser Feedback.
Souza Wir reden hier von Millionen von SQL-Statements pro Sekunde – aber wer braucht das schon? Dieser Bursche braucht es, und er hat uns immer höher gepusht.

Ist das für Sie ausschlaggebend?
Kutschera Nicht nur. Wir rechnen auch immer die gesamte TCO eines Systems, nicht nur Software und Lizenzen. Da stecken ja auch Hardwarekosten dahinter. SQL läuft bei uns auf einem Fujitsu-Server aus dem Regal, dafür brauchen wir keinen teuren Supercomputer. Das zählt für uns sehr viel.

Denali soll irgendwann in der ersten Hälfte 2012 öffentlich verfügbar sein. Wieso so spät und unbestimmt?
Souza Ich bin für die Qualität des Produktes verantwortlich und seit 18 Jahren für Microsoft tätig. Es gibt Features hier wie AlwaysOn, die verlangen höchste Qualität und erlauben keinen Fehler. Man kann mit Bugs in mancher Software leben, aber nicht in einer, die für mission-critical Aktionen zuständig ist. Deshalb haben uns einen relativ breiten Verfügbarkeitszeitraum zugestanden.

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