Ausgabe 06 / 2010

Und was ist in zehn Jahren?

Einige Unternehmen haben die Wirtschaftskrise
gut gemeistert, andere nicht. Überlegungen zum
Wandel von Geschäftsmodellen.

Viele Unternehmen stecken noch immer
in Schwierigkeiten. Manche haben
den Kampf gegen die Wirtschaftsflaute
schon verloren und gingen in die Insolvenz.
Andere versuchen ihn weiterhin mit harten
Sanierungs- oder Kostensparmaßnahmen
zu meistern. Doch wie immer gibt es in
solchen Situationen »Leuchttürme« –
Unternehmen, die auch in schwierigen
Zeiten eine hohe Profitabilität erreichen und
in eine rosige Zukunft sehen. Zufall? Glück
gehabt, im richtigen Markt zu sein? Auch
das gibt es. Aber selten. In der Regel haben
diese Unternehmen innovative und für ihre
Kunden spannende Produkte. Das macht
den Unterschied.

Permanente Erneuerung:
»Re-invent yourself« sollte das Motto jedes Unternehmens
lauten. Denn nur durch eine
permanente Erneuerung des Geschäftsmodells
und der Produktpalette bleibt es
für seine Kunden attraktiv. Die Leitmaxime
heißt Innovation. Doch oft sieht die Realität
leider anders aus.
In vielen Unternehmen konzentriert sich das
Augenmerk der Unternehmensführung auf
das Optimieren des bisherigen Geschäftsmodells.
Es wird geschaut: Wie können wir
noch günstiger produzieren? Und: Wie können
wir unseren Kunden noch mehr von
dem, was wir haben, verkaufen? Nur wenig
Zeit und Geld wird in das Entwickeln neuer
Produkte und das Austüfteln neuer Dienstleistungen
investiert. Aus oft nachvollziehbaren
Gründen.

Zeit für die Zukunft:
Im Betriebsalltag
gibt es stets so viel zu regeln und zu tun,
dass den Unternehmensführern kaum
Zeit zur Beschäftigung mit der Zukunft
bleibt. So passiert es schnell, dass sie zu
Verwaltern ihrer Organisation werden,
die ihre Hauptaufgabe nur wahrnehmen,
wenn gerade mal Zeit ist. Also fast nie. Die
Hauptaufgabe lautet aber: Das Unternehmen
auf die Zukunft vorbereiten.
Generell gilt: Visionäre sind in den obersten
Etagen der Unternehmen eher selten. Im
»Ausbildungsplan« steht zwar stets das Fach
»Unternehmen managen«, aber nie das Fach
»Unternehmen neu erfinden«. Also machen
sie auch bevorzugt das, was sie am Besten
können: »managen«, also »verwalten«. Das
Augenmerk liegt selten auf der Erneuerung.

Diese Kultur gilt es zu durchbrechen. Denn
wenn Innovation nicht zu einem Teil des
Tagesgeschäfts des Unternehmensführers
und der Organisation wird, kann das Unternehmen
auf Dauer in den immer dynamischer
werdenden Märkten nicht bestehen.
Das braucht mitunter unkonventionelle
Wege. Richten Sie in Ihrer Organisation
»Kreativ-Inseln« ein, wo sich zum Beispiel
Ihre High-Potentials als Unternehmer
betätigen können. »Start-ups« generieren
oft großartige Ideen und Business-Modelle.
Möglichkeiten, die Innovationskraft von
Unternehmen zu erhöhen, gibt es viele. Entscheidend
ist der Wille, einen solchen Geist
oder eine solche Kultur im Unternehmen zu
schaffen.

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