Ausgabe 06 / 2009

Ungebremster Kapitalfluss?

CIOs erwarten ungebremste Investitionen in die IT.
Doch wirtschaftliche Faktoren sind entscheidend.

Eine im Jänner 2009 durchgeführte Umfrage
des britischen Marktforschungsinstituts
Coleman Parkes unter 511 IT-Entscheidern
in Unternehmen zeigt, dass CIOs in ganz Europa
die Investition in IT als einen zentralen Schritt
aus der ökonomischen Krise sehen. In Deutschland
wurden hierzu 101 Unternehmen hinsichtlich
ihrer Erwartungen für das laufende Jahr
befragt. Dabei zeigte sich, dass 85% der CIOs
von gleichbleibenden oder gar höheren Budgets
für die Anschaffung neuer Hardware ausgehen.
An die Bereitstellung von ausreichend Kapital
für neue Software- oder weitere IT-Innovationsprojekte
glauben 79 bzw. 76%.

In den Aufschwung investieren:
Die Mehrheit der IT-Entscheider ist sich einig, dass Investitionen
in die IT-Infrastruktur die Leistungsfähigkeit
eines Unternehmens nachhaltig erhöhen, die
Wettbewerbsfähigkeit sichern und Kosten einsparen.
Obwohl in einer wirtschaftlichen Rezessionsphase
in vielen Bereichen der Rotstift
angesetzt wird, schaffen insbesondere IT-Investitionen
die Voraussetzung, um bestens für den
kommenden Aufschwung nach der Krise gerüstet
zu sein.
Profitieren können Unternehmen aktuell aus den
Erfahrungen des Jahres 2001, wo IT-Überkapazitäten
und die Implementierung von Technologien
in unausgereifte Geschäftsmodelle zum
Problem wurden. Heute wissen CIOs, dass der
Weg aus der Rezession nur über innovative Technologien
im Zusammenspiel mit dem passenden
Geschäfts- und Kostenmodell führt.
Modernisierung steht hierbei im Mittelpunkt:
Die Ausgaben für laufende Kosten und Instandsetzungen
bestehender Systeme können höher
ausfallen als für Neuanschaffungen. So sind
56% der Befragten überzeugt, dass zusätzliche
Investitionen mittelfristig höhere Einsparungen
erzielen, zum Beispiel durch die geringeren
Betriebskosten moderner Technologien.

Ganz oben auf der Liste:
Im europäischen Vergleich messen deutsche CIOs den Themen
Virtualisierung und Energieeffizienz eine überdurchschnittlich
hohe Bedeutung bei künftigen
IT-Projekten zu. So bezeichnen 52% die Konsolidierung
ihrer Rechenzentren durch den Einsatz
von Virtualisierung als absolut essentiell.
Noch höher liegt der Anteil bei der Frage nach
Energieeinsparungen. Hier planen 55% künftige
Investitionen, um Strom- und Kühlungskosten
zu senken. Insgesamt genießt das Thema Energieeffizienz
eine überaus hohe Priorität: 62% der
Befragten bezeichnen dies als einen der Schlüsselfaktoren
bei der Entscheidung für künftige
IT-Investitionen. Den Austausch bestehender
ineffizienter Systeme haben 65% der CIOs auf
ihrem Wunschzettel. Zu den weiteren Kernthemen
zählen die verstärkte Implementierung
mobiler Systeme (65%) sowie Security (57%).

Der Softwaremarkt:
Vor dem Hintergrund der
weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise konnte
der Softwaremarkt zwar bislang das Wachstum
der voran gegangenen Jahre nicht beibehalten,
doch zeichnet sich weiterhin ein Konsolidierungstrend
ab. Das zeigen auch die jüngsten
Erhebungen von output zur Lage des Softwarelandes
Österreich. Lesen Sie mehr darüber ab
Seite 16 in dieser Ausgabe.
Wenn dieses Jahr das Barometer der Top-75-
Software-Anbieter Österreichs nicht nach oben
ausschlägt, so unterstreicht das bloß ein Faktum:
Die Anwender sind die Treiber des Marktes.
Die Software ist ihr Werkzeug und muss ihren
Ansprüchen genügen. Deshalb dienen Investitionen
in Software mehr denn je der Effizienzsteigerung
und Kostensenkung innerhalb einer
Organisation. Die wirtschaftlichen Faktoren
werden immer entscheidender. Deshalb werden
künftige Investitionen vor allem in Lösungen
fließen, die die Kosten des IT-Betriebs nachhaltig
reduzieren helfen.

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