Ausgabe 05 / 2009

Erfolgspotenziale jetzt aufbauen

Differenzierung statt Kostensenkung. Nur durch
bessere Konzepte hebt man sich aus der Masse ab.

Vor wenigen Monaten noch rechnete nur
rund ein Viertel der Unternehmen im
DACH-Raum mit Stagnation und ein weiteres
Drittel mit sinkendem Wachstum, berichtet der
jüngste Neuwaldegger Top Management Survey.
35% glaubten noch an Wachstumschancen und
ausreichende Nischen. Das hat sich geändert.
Das AMS veröffentlichte dazu Anfang März,
dass 40% der Unternehmen nun denken, dass
sich die Konjunktur im ersten Halbjahr 2009
weiter verschlechtern wird. Knapp ein Fünftel
(19%) der Unternehmen habe in den vergangenen
sechs Monaten auf die Wirtschaftskrise
reagiert, etwa durch Personalabbau oder durch
einen Aufschub von Investitionen. Ähnlich die
Zahlen des IV-Konjunkturbarometers zu Beginn
2009: Demnach war nur jedes 20. Unternehmen
zuversichtlich, dass sich die Ertragssituation bis
zur Jahresmitte aufhellen wird.

Stategische Innovation. Laut dem Neuwaldegger
Survey im letzten Jahr glaubten fast 60% der
heimischen Betriebe, in bestehenden Geschäftsfeldern
wachsen zu können. Aber nur 12%
sagten, sich durch bessere, neuartige Leistungsmerkmale
vom Wettbewerb absetzen und so
einen höheren Kundennutzen stiften zu wollen.
Hier gelte es anzusetzen, behauptet die Beratergruppe
Neuwaldegg: »Gerade in Krisenzeiten
werden Vorsprünge und Wettbewerbsvorteile
erarbeitet, die später kaum mehr vom Wettbewerb
einzuholen sind. Nur durch die besseren
Konzepte wird es möglich, sich aus der Masse
abzuheben.« Wer nicht unmittelbar in einer
Liquiditätskrise steckt, solle deshalb strategische
Innovation forcieren.

Gerade jetzt dürfen Manager nicht den Stressmustern
der Komplexitäts- und Krisenbewältigung
aufsitzen, empfehlen die Neuwaldegger.
Menschen neigen dazu, in komplexen und krisenhaft
erlebten Situationen ihren Blick auf das
Kurzfristige zu verengen und zu Situationen zu
vereinfachen, indem sie simple Lösungen für
komplexe Zusammenhänge suchen. Das bedeute
auch, der eigenen Intuition zu misstrauen.
Strategieprozesse umzubauen wird manchen Firmen
besonders jetzt schwer fallen. Denn die Auseinandersetzung
mit den grundlegenden Fragen
zur Art und Form der Steuerung seiner Organisation
widerspricht in Krisenzeiten vordergründig
der gängigen Managementpraxis und dem
»Bauchgefühl«. Viele stürzen sich auf operative
Baustellen und vergessen das Infragestellen der
eigenen Handlungen und Entscheidungen. »Wer
weiterkommen und vor allem durch die Krise
kommen will, muss aber genau das tun«, so der
Rat aus Neuwaldegg. Intern. Auf das Potenzial
der Innovation setzt unser Verlag hingegen
allemal: Sabrina Amlacher verstärkt ab sofort
die Redaktionen von output und der Schwesternzeitschrift
EHZaustria.

Damit übernimmt sie die Agenden von
Vincent Offenbeck, der sich künftig verstärkt
dem eigenen Unternehmen widmen wird. Die
gebürtige Kärntnerin absolviert gerade ihr Studium
der Publizistik und Kommunikationswissenschaft
und hat bereits journalistische Erfahrung
bei Zeitungen und Magazinen gesammelt.
Noch ein Punkt am Rande: Bedauerlicherweise
ist es in letzter Zeit in manchen Teilen
Österreichs und vor allem im Raum Wien zu
Unregelmäßigkeiten in der Zustellung unserer
Magazine durch die Österreichische Post AG
gekommen. Wir bedauern dies sehr, müssen
jedoch darauf vertrauen, dass die Post diesen
Prozess in den Griff bekommt und Sie künftig
wieder pünktlich zu Monatsanfang output auf
Ihrem Schreibtisch vorfinden.

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