Ausgabe 03-04 / 2012

Anstoß zur Neuzeit

Wer das bessere Service anbietet, bekommt normalerweise das Geschäft,
sagt SHT-Vorstand Manfred Prinz im aktuellen CIO-Porträt. Wir nehmen
uns das zu Herzen und erweitern unser Informationsangebot.

Ich gestehe – ich bin ein gestandener Fußball-
Fan. Natürlich bin ich früher – als
meine Bewegungsabläufe noch einigermaßen
kontrollierbar waren – lustvoll hechelnd
dem runden Leder nachgejagt. Wehmutsvoll
denke ich oft an diese nicht wiederbringbare
Zeit zurück. Aber Fan bin ich noch! Nicht zuletzt
deswegen erschütterte mich kürzlich
eine Meldung, die ansonsten nicht in mein
spezielles Gewerbe fällt: »Dem Fußball droht
eine ähnliche Systemkrise wie der globalen Finanzwelt.

Die Insolvenz der Glasgow Rangers
könnte die gleiche Signalwirkung haben wie
die Pleite der Lehman Brothers vor dreieinhalb
Jahren«, behauptet Emmanuel Hembert,
Prinzipal bei A.T. Kearney und Experte für
das Geschäftsfeld Fußball.
Nach Hemberts Auffassung gerät das gesamte
System ins Wanken, wenn selbst Traditionsvereine
wie der schottische Rekordmeister
ihre Schulden nicht in den Griff bekommen.
Gleichzeitig sei es schwierig, Erlöse durch
Spielertransfers zu erzielen und somit Schulden
abzubauen, da alle Vereine ihre Ausgaben
reduzieren. Die Klubs gerieten damit in
eine vergleichbare Situation wie die Banken
während der Finanzkrise, meint der A.T.-
Kearny-Mann.

Nun ja, gelernte Fans wissen, dass wirtschaftliche
Gepflogenheiten im Fußball-Universum
des Öfteren am Rande des ökonomischen
Nirwana vonstatten gehen. Da kann schon
ob der zugenommenen Compliance-Regeln
auch im Fußball-Gewerbe so manche populäre
Tradition desweilen ihre Fahne endgültig
streichen. Wenn auch selten. Denn
wie wir aus verschiedenen europäischen Verhältnissen
wissen, findet sich immer – ein
entsprechendes Massenverständnis vorausgesetzt
– ein finanzkräftiger Schützling, der
segensreich seine Hand über das Geschehen
hält – auf dass die zweitwichtigste Sache der
Welt keine zu großen Schrammen erleidet.
Wir leben in einem noch nie gekannten
Change.

Anfangs der zweiten Dekade des
neuen Jahrhunderts sind viele traditionellen
Gewohnheiten passé, die Neuzeit beginnt sich
jugendlich zu formieren. Verhaltensmuster
ändern sich. Ganze Wirtschaftszweige und
einzelne Unternehmen sind dabei, sich neu
zu orientieren und bislang unerschütterlich
geglaubte Geschäftseinheiten neu zu definieren.
Womit auch die ökonomischen Regeln
frisch geschrieben werden. Was aber nicht
heißt, dass traditionelle Bereiche sich verabschieden,
sondern dass sie ihre neue Position
innerhalb eines gewandelten Gefüges »refreshed«
einnehmen.

Der Wandel ist positiv. Er mobilisiert neue
Kräfte. Und er streift jeden. So auch uns.
Sie sehen output deshalb in der nächsten
Entwicklungsstufe vor sich. Ich weiß nicht
genau, die wievielte es ist, seit den letzten 37
Jahren des Bestehens als IT-Fachmagazin,
wovon ich selbst mittlerweile nahezu 20
Jahre hautnah miterleben durfte. Aber es ist
einer der nachhaltigsten Wandel im Laufe
der letzten zwei Dezennien.

Er findet seine Ursache vor allem in den
innerhalb kurzer Zeit veränderten Informations-
Gewohnheiten unserer primären Klientel
– unserer Leser. Woher und über welche
Kanäle beziehen Sie eigentlich Ihre Informationen?
Faktum ist: Der Online-Channel hat
speziell im Premium-Segment der Entscheidungsträger
in der Wirtschaft die Oberhand
gewonnen. Dem tragen wir Rechnung.

Sie werden in Zukunft output als Printmedium
in gewohnter Qualität, aber umfassender,
jedoch nur noch alle zwei Monate in Händen
halten. Dafür werden Sie von den erweiterten
Services von »output online« in gesteigerter
Qualität und Aktualität profitieren können –
eine doppelte Gewinnsituation für Sie also.
Der Umbruch wird in maßvollen Schritten
vor sich gehen. Schließlich wollen wir Ihnen
als geschätzten Leser von output in Zukunft
einen optimierten Informations-Stream bieten.
Sie werden auf beide Kanäle gerne zugreifen,
dessen bin ich mir sicher.
In der Zwischenzeit wünsche ich Ihnen mit
der vorliegenden Druckausgabe von output
eine informative und auch unterhaltsame
Lektüre.

Cover dieser Ausgabe

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