Ausgabe 03 / 2011

Heiter bis wolkig

In den Chefetagen der Technologiefirmen macht
sich Optimismus breit. Grundsätzlich ein gutes
Zeichen für die Unternehmens-IT.

Im Vorfeld der CeBIT äußerten sich 664
Führungskräfte in Technologieunternehmen
weltweit optimistisch zur künftigen
Entwicklung ihrer Branche. Demnach sehen
66% der Befragten die globale Rezession
als überstanden an, und 58% glauben, dass
sich auch das eigene Land aus der Krise befreit.
Noch optimistischer sehen die Antworten
der Befragten nur in Deutschland aus: Da
glauben sogar 73%, dass die globale Rezession
überstanden ist, und 88% sehen Deutschland
nicht mehr in der Krise. Das kann auch für
Österreich nur positive Folgen haben.

Gute Stimmung:
In der von Eurocom Worldwide
in Zusammenarbeit mit Schwartz PR
durchgeführten Umfrage wurde nicht nur die
allgemeine Wirtschaftseinschätzung erhoben,
sondern auch nach den Erwartungen für die
internationalen Technologiemärkte gefragt.
Im direkten Vergleich zum Vorjahr sind die
Unternehmen deutlich zuversichtlicher als
zuvor: 61% sind optimistischer in Bezug
auf die wirtschaftliche Entwicklung der
Technologiebranche, während 31% an eine
gleichbleibende Entwicklung glauben. Weniger
zuversichtlich geben sich bloß 8%.
Ein größerer Optimismus herrscht auch in
Bezug auf die Entwicklung im jeweils eigenen
Land. Während 2010 nur 36% der Befragten
die Rezession im eigenen Land als überwunden
ansahen, steigt diese Quote 2011 auf
58% (in Deutschland 88%). Gleichzeitig
gehen aber 37% der internationalen Führungskräfte
davon aus, dass sich ihr Land
immer noch in einer Rezession befindet, in
Deutschland sind es hingegen nur 7,8%.

Die Ergebnisse der Umfrage lassen auch auf
eine weitere Verbesserung am Stellenmarkt
im Technologiesektor hoffen: Mehr als die
Hälfte der Befragten (57%) erwarten steigende
Beschäftigungszahlen für das eigene
Unternehmen. Einen konzerninternen Personalabbau
befürchten hingegen nur 9% der
Teilnehmer. Etwas besser sind auch hier die
Erwartungen für Deutschland: 58,6% glauben
an einen Beschäftigungsausbau im eigenen
Betrieb, eine Reduzierung der Arbeitsplätze
sehen nur 5,2% als realistisch an.

Leicht volatil:
Auch der exportgetriebene Aufschwung der österreichischen Wirtschaft
hält an. Das Wachstum wird sich laut Wirtschaftsforschungsinstitut
jedoch in der ersten
Jahreshälfte 2011 noch merklich verlangsamen,
da Welthandel und Wirtschaft
in Asien, Lateinamerika und den USA an
Schwung verlieren und die geplanten Konsolidierungsmaßnahmen
im Euro-Raum sowie
die geringe Wettbewerbsfähigkeit der
südeuropäischen Länder die Nachfrage zusätzlich
dämpfen sollen. Während sich die
Expansion weltweit in der zweiten Jahreshälfte
und 2012 wieder beschleunigen dürfte,
bleibe sie im Euro-Raum verhalten, so
das Wifo.
Was das für die Unternehmens-IT bedeutet?
Nun, auf jeden Fall weiter an den eigenen Prozessschrauben
drehen und vielleicht doch den
einen oder anderen Euro mehr als geplant in
die Hand nehmen, um flexibel auf unvermutete
Veränderungen reagieren zu können.

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