Ausgabe 03-04 / 2014

Mobiler Datenturbo

Mobilität hat zunehmend ihren Preis. Daran kommt das traditionelle Testland Österreich nicht umhin.

Die Mobilfunkindustrie erlebt derzeit die größte Umwälzung in ihrer jungen Geschichte: den vollständigen Übergang in die digitale Welt, in der alles in Form von Daten auf IP-Basis übermittelt wird. Diese mobile Datenrevolution erfolgt durch die rasante Änderung alltäglicher Nutzungsgewohnheiten seit dem Beginn der Smartphone-Ära. Während Sprachminuten nach jahrzehntelangem Wachstum ihren Plafond erreicht haben und die Zahl der SMS-Kurznachrichten zu sinken begonnen hat, wächst der Datenverkehr explosionsartig an. »Alleine im vergangenen Jahr hat sich das Datenvolumen
im Netz verdoppelt, und ein Ende dieses exponentiellen Wachstums ist noch
lange nicht in Sicht«, erklärt Andreas Bierwirth, CEO von T-Mobile Austria.

Innerhalb von vier Jahren wuchs der Datenverkehr im Netz von T-Mobile um kaum vorstellbare 960%, von 233 Terabyte auf 2.457 Terabyte, was etwa einer Million hochauflösender Spielfilme entspricht. So versuchen die Mobilfunker die jüngsten
Tariferhöhungen zu rechtfertigen: Nach Erhebungen der OECD ist Österreich in der
EU das Land mit den billigsten Mobilfunkpreisen. Während der Warenkorb »Nachrichtenübermittlung« (inkl. Mobilfunk) laut Statistik Austria im vergangenen Jahrzehnt um 12% gesunken ist, stieg der Verbraucherpreisindex von 2002 bis 2013 um
31%, im Bereich Energie sogar um 54%.

Nicht zuletzt liegt es jedoch vor allem an den Kunden, ob sie in bestehenden Verträgen zu
unveränderten Preisen bleiben wollen oder neue Angebote und Tarife annehmen. Denn
anders als etwa bei Benzin oder Lebensmittelpreisen, deren Erhöhung sofort und für
alle wirkt, werden neue Preise im Mobilfunkbereich nur bei neu abgeschlossenen
Verträgen wirksam. Dennoch: Mobilität hat zunehmend ihren Preis.

Versäumen Sie darüber hinaus nicht unseren Boxenstopp beim Lotus F1 Team. Lotus-
CIO Michael Taylor zeigt im exklusiven output-Interview spannende Einblicke hinter
die Kulissen und Abläufe des britischen Formel-1-Teams – und ebenso wie die IT
als Turbo Geschäftsprozesse beschleunigt, beginnend bei der ersten Konstruktion bis
hin zum Überqueren der Start-Ziellinie.

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