SALK

Im Dienste der Patienten

von Rudolf Matisovits

Die Salzburger Landeskliniken haben Informatik und Medizintechnik unter einem Dach vereint, um Synergien zu nutzen und die Prozesse zu verbessern. Aktuelles Projekt: Optimierung der Speicherlandschaft.

SALKAls zunehmend problematisch erwies sich das zentrale Speichernetz der Salzburger Landeskliniken. Rund 150 TB Plattenspeicher waren nur zu 30 bis 45% auslastbar und verursachten Performance-Probleme bei den ESX-Servern. Die Zeitfenster für das Backup waren für einen Klinikbetrieb nicht mehr tragbar. Die Wiederherstellung von Datenbanken und die Prüfung der Dateikonsistenz konnten Stunden dauern. Da historisch bedingt vier Windows-Domänen bestehen, war die Wartung der 20 wichtigsten Fileserver komplex, aufwändig und nur mit Downtime machbar.

Mangels geeigneter Funktionalitäten des Speichermanagements konnte auch ein Failover des Rechenzentrumsbetriebs auf Grund von Inkonsistenzen zu einer Betriebsunterbrechung führen. Es musste also eine zukunftsorientierte Lösung gefunden werden, die auch während geplanter Wartungsfenster verlässlich Hochverfügbarkeit liefert, das Backup beschleunigt und zugleich Speicherressourcen effizienter und wirtschaftlicher einsetzt als bisher möglich.

Die SALK haben die Storage-Weichen neu gestellt und mit NetApp – neben HP – einen weiteren Hersteller ins Boot geholt. Ein auf Höchstverfügbarkeit ausgelegter NetApp FAS3170 MetroCluster mit einer Nettokapazität von 165 TB stellt den neuen zentralen Netzwerkspeicher für SAN- und NAS-Betrieb. Applikationen und Daten werden schrittweise migriert. Fileservice und virtuelle Maschinen sind bereits verlagert; Exchange und SAP in der konkreten Planung; die KIS/PACS-Systeme folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

Die geforderte Ausfallsicherheit liefert die NetApp MetroCluster-Technologie. Sie sorgt für synchrone Datenspiegel und erzielt durch räumliche Trennung des Clusters und automatisiertes Failover die notwendige Business Continuity.

Neue Möglichkeiten. Nun haben die SALK völlig neue Möglichkeiten der Datensicherung. Die NetApp Snapshots sichern den Datenbestand direkt auf dem Storage. Die zweite Stufe bilden zwei NetApp VTL700 Systeme mit 90 TB Nettokapazität in Kombination mit Symantec NetBackup und 45 Mediaservern. Im dritten Schritt werden die Daten auf Band geschrieben und ausgelagert. Die Erfolgsrate der Backups stieg mithilfe der VTLs auf 99,6%.

Zusätzlich zum MetroCluster für die Primärdaten wurden zwei NetApp FAS2050-Systeme mit SATA Disks für Nearline-Anforderungen und die Archivierung von Patientendaten implementiert. Für unverändert lesbare Daten sorgt die KPMG-geprüfte Software NetApp SnapLock Compliance, die ein Festplattenvolume mit WORM-Schutz versiegelt. Aus Sicherheitsgründen wird der Archivbestand zusätzlich mit NetApp SnapMirror gespiegelt.

Die Systeme lösen an den SALK Microfiche und CDs als Archivmedien ab – und markieren den Einstieg in die Archivierung auf Festplatten. Zudem nutzen die SALK die im NetApp Betriebssystem Data ONTAP integrierten Features für Storage-Effizienz. Deduplizierung verringert durch Entfernen redundanter Datenblöcke den Speicherbedarf.

FlexVol flexibilisiert die Storage-Bereitstellung anhand eines virtualisierten Pools aus Festplatten. Snapshots erfassen lediglich inkrementelle Veränderungen des Datenbestands und senken so den Platzbedarf. RAID-DP minimiert Ausfallrisiken von Festplatten und macht kostengünstige SATA Disks mit großem Fassungsvermögen bedenkenlos einsetzbar.

Unterm Strich haben die SALK durch die neue Storage-Effizienz beachtliche Ergebnisse erzielt:
• 60% Einsparung durch Deduplizierung der virtuellen Maschinen.
• 30% Einsparung durch Deduplizierung der Fileshares.
• 90% Einsparung durch Deduplizierung beim Backup.
• Thin Provisioning senkt Storage-Bedarf um mindestens 50%.

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